Plattformen-Steuertransparenzgesetz 2023

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Plattformen-Steuertransparenzgesetz 2023: Was Onlinehändler wissen sollten

Verkaufen Sie regelmäßig private Gegenstände auf Online-Plattformen wie eBay, Amazon oder Airbnb und machen sich Gedanken über steuerliche Auswirkungen? Möglicherweise hat sich für Sie ab dem Jahr 2023 einiges geändert. Lesen Sie weiter, denn wir werfen einen genaueren Blick auf die neuesten Entwicklungen in diesem Bereich.

Die Einführung des Plattformen-Steuertransparenzgesetzes (PSTTG)

Zum 1. Januar 2023 trat das Plattformen-Steuertransparenzgesetz in Kraft, kurz PSTTG. Dieses Gesetz hat das Ziel, die Transparenz über die steuerlichen Aktivitäten von Verkäufern und Anbietern auf Online-Plattformen zu erhöhen. Aber was bedeutet das konkret?

Was versteht man unter Plattformen und Anbietern?

Das Gesetz zielt darauf ab, diejenigen zu erfassen, die regelmäßig Produkte und Dienstleistungen auf Online-Plattformen anbieten. Dies betrifft sowohl private Verkäufe als auch gewerbliche Anbieter. Die Plattformen, auf denen diese Aktivitäten stattfinden, wie eBay, Amazon oder Airbnb, müssen nun Meldungen über solche Anbieter abgeben.

Die relevanten Grenzwerte

Es gibt zwei relevante Werte, die festgelegt wurden:

  1. Mehr als 30 Verkäufe:

Wenn ein Anbieter mehr als 30 Verkäufe in einem Jahr aufweist, der regelmäßig Produkte oder Dienstleistungen anbieten, ist sie zur Meldung verpflichtet.

  1. Einnahmen über 2.000 Euro:

Wenn ein Anbieter auf der Plattform mehr als 2.000 Euro in einem Jahr verdient, ist dies ein weiterer Schwellenwert, der zur Meldung führt.

Der Meldeprozess

Die Plattformen müssen die Daten der betreffenden Anbieter an das Bundeszentralamt für Steuern weitergeben, sobald diese die oben genannten Schwellenwerte überschreiten. Die Meldung erfolgt direkt nach Kenntnisnahme durch die Plattform.

Was bedeutet das für Sie als Onlinehändler?

Wenn Sie gelegentlich private Gegenstände online verkaufen, sollte dies für Sie nicht allzu problematisch sein. Das Gesetz zielt hauptsächlich auf diejenigen ab, die regelmäßig auf Online-Plattformen gewerbliche Aktivitäten ausüben. 

Jedoch, wenn Sie feststellen, dass Sie die oben genannten Schwellenwerte überschreiten und als relevanter Anbieter eingestuft werden, könnten Sie vom Bundeszentralamt für Steuern kontaktiert werden. In diesem Fall ist es wichtig, alle notwendigen Informationen und Unterlagen bereitzuhalten, um Ihre steuerliche Situation zu erklären.

 

Fazit

Das Plattformen-Steuertransparenzgesetz 2023 ist eine Maßnahme, um die steuerliche Transparenz im Onlinehandel zu erhöhen. Wenn Sie als gelegentlicher Onlineverkäufer tätig sind, sollte Sie dies in der Regel nicht betreffen. Doch wenn Sie regelmäßig auf Online-Plattformen verkaufen und die Schwellenwerte überschreiten, sollten Sie sich auf mögliche Anfragen des Bundeszentralamts für Steuern vorbereiten.

Wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat und Sie weitere Informationen zum Onlinehandel, zur Vermietung und anderen steuerlichen Themen suchen, abonnieren Sie gerne unseren YouTube-Kanal. Wir veröffentlichen regelmäßig Videos, die Sie informieren.

Das könnte Ihnen auch gefallen...

Zu frueh ausgezahlt II
15. Juni 2026
Business

Gewinn aus der GmbH ausgezahlt? Dieser Fehler kostet richtig Geld

Viele Unternehmer kennen die Situation: Das Geschäft läuft hervorragend, die betriebswirtschaftliche Auswertung zeigt starke Gewinne und auf dem Geschäftskonto sammelt sich Liquidität. Schnell entsteht dann der Wunsch, sich Geld aus der Gesellschaft auszuschütten. Genau an dieser Stelle wird das Thema Gewinnausschüttung allerdings kritisch.
Gewinne fast steuerfrei II
8. Juni 2026
Business

Gewinne aus der GmbH fast steuerfrei nutzen? Holding & Immobilie erklärt

Viele Unternehmer stellen sich irgendwann dieselbe Frage: Wie kann Geld aus der GmbH entnommen werden, ohne dass auf privater Ebene sofort hohe Steuern entstehen? Gerade bei gut laufenden Unternehmen entsteht schnell das Gefühl, dass ein erheblicher Teil des erwirtschafteten Gewinns steuerlich verloren geht.
Kopie von Kopie von Werbekostenzuschuss II 1
1. Juni 2026
Immobilien

Immobilienverwaltung über GmbH: So senkst du deine Steuerlast legal

Viele Immobilieneigentümer verwalten ihre vermieteten Immobilien selbst. Die Mieteingänge werden kontrolliert, Nebenkostenabrechnungen erstellt, Handwerker organisiert, Rechnungen geprüft und Mieteranfragen beantwortet. Gerade bei mehreren Immobilien ist das keine kleine Nebentätigkeit mehr, sondern echte Immobilienverwaltung.
Kopie von Kopie von Kopie von Kopie von Kopie von Kopie von Kopie von DUO Vorteile Nachteile 1
25. Mai 2026
Business

Zu viel ausgeschüttet? Dieser GmbH-Fehler kann teuer werden

Eine Gewinnausschüttung aus der eigenen GmbH klingt im ersten Moment einfach: Die Gesellschaft macht Gewinn, der Gesellschafter möchte Geld entnehmen, also wird ausgeschüttet. In der Praxis ist genau dieser Vorgang aber fehleranfällig.
Keine Steuerberatung II
19. Mai 2026
Sonstiges

Keine Beratung vom Steuerberater? Wahrscheinlich liegt DAS daran

Viele Unternehmer haben das Gefühl, zu wenig oder gar nicht beraten zu werden. Der Gedanke liegt nahe, dass dies am Steuerberater liegt. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig ein anderes Bild: Es handelt sich weniger um ein Problem einzelner Personen, sondern vielmehr um eine Herausforderung in der Kommunikation mit dem Steuerberater.
Kopie von Kopie von Kopie von Kopie von Kopie von Kopie von DUO Vorteile Nachteile 11
11. Mai 2026
Business

Diese Steuerfehler machen Unternehmer unnötig arm

Viele Unternehmer zahlen Jahr für Jahr mehr Steuern als nötig – nicht, weil sie etwas falsch machen wollen, sondern weil sich bestimmte Steuerfehler immer wieder einschleichen. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche drei Steuerfehler besonders häufig auftreten, warum sie bares Geld kosten und wie Sie konkret gegensteuern können.
Nach oben scrollen
Steuerteam Newsletter

Kompakt und 1 x im Monat

Steuerliche Themen für E-Commerce, Immobilien & Business – Jetzt anmelden und informiert bleiben!